Marc steht auf dem Balkon und blinzelt. Neben ihm trocknen Spachtel und Pinsel. Weiß, endlich ist sein Zimmer weiß. Die Abendsonne lässt die Wände glänzen. Jetzt kann er anfangen, die Möbel aufzubauen.Bohren fällt aber aus, es ist ja schon nach fünf, da will er die Nachbarn und seine Mitbewohner nicht stören. Die wollen doch den Feierabend genießen. Aber ein Bücherregal aufbauen und vollräumen, das wird noch gehen.
„Scheiße!“, brüllt es aus Andrés Zimmer, eine Faust bullert auf den Tisch. Marc fällt der Brockhaus auf den Fuß. Tolle Mitbewohner hat Marc abbekommen. André, die Energienudel. Und Laura, die hat eine kleine Katze und kurze Röcke.
Aber wenigstens haben sie Marc genommen, wenigstens hat er hier ein Zimmer. Er blickt in seine neue Küche: Teller, überzogen mit einer krustig-braunen – ja, mit was überhaupt? Die Gläser sind blind wie Milchglas, dabei sollten sie durchsichtig sein. Tassen, deren Bodensatz angefangen hat, als Schimmel die Innenwand hochzukriechen. So viel Dreck…

Soll Marc die Chaos-Küche saubermachen? Macht er damit einen guten Eindruck bei seinen neuen Mitbewohnern oder stempelt er sich direkt als putz-penetrant ab?

Die Leser haben entschieden: Marc soll putzen!

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