..“Also ich weiß nicht, schauen Sie doch mal Herr… wie war gleich Ihr Name?“ Professor Ransdorf schaut Werner an, mit diesem Blick den Werner gar nicht leiden kann. WERNER, blafft der zurück. „Ja wie, Sie heissen Werner Werner?“, das ist aber ein komischer Name, jetzt mal rein etymologisch betrachtet… „Papperlapapp“, fällt Werner ihm dazwischen,“ du mit deinem komischen Fuzzi-Gebrabbel kannst mir mal schön die Pumpe putzen du Knallkopp.“ Das hat gesessen, der Professor blickt nur verdutzt zwischen Werner, Yves und Fips hin und her. Der Einzige, der reagiert, ist Fips. Er blickt nämlich von dem Buch hoch, dass er in den letzten fünf Minuten zu Brei gelutscht hat.

Yves stellt sich vor, was Fips wohl denken könnte: Wasn nu, was guckt denn der alte Mann so komisch? Wenn der wüsste, dass das Buch gar nicht mal so gut war, schmeckte irgendwie alt. „Ja Fips ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Buchgeschmacks-istik“, sagt Yves lachend. Doch sein Lachen schwindet, als er am Professor hochblickt ( Yves ist ja erst 4, er sieht normalerweise nur die knochigen Knie des Professors) und in Ransdorfs Augen sieht, was Fips wohl angerichtet hat.

Ransdorfs Oberlippe bebt, seine faltige Haut unter dem Kinn vibriert. „Das,das, das, das kann doch nicht sein. Diese Töle hat grade die Erstausgabe des „Simplicissimus“, des ersten Abenteuerromans der Welt besabbert.“  Werner lacht. „Ja der Fips verschlingt die Bücher, ein echter Lesedackel.“  So viel subtilen Witz hätte Yves seinem alten Herrn gar nicht zugetraut. RRRRRRRRAAAAAAAAAAAAUUUUUUS. HAUEN SIE AB SIE PACK. Ransdorf brüllt die ganze Universität zusammen.

„Junge, mach mal halblang, du Flitzpiepe.“ Werner wird böse. Rumbrüllen, okay, aber nicht seinen Fips beleidigen. Und bei dem Choleriker bleibt mein Iffes nicht. Werner stürmt raus, Yves folgt ihm lachend. Fips stolpert hinterdrein, erst gegen die Stuhlkante, dann gegen den Türrahmen, diese alten Bücher müssen irgendwie in Alkohol getränkt worden sein. Hicksend tapst Fips seinen Herrchen hinterher. Immerhin gleicht der Alk seinen Grauen Star aus, jetzt sieht er sie wenigstens nicht mehr doppelt. Minus mal Minus ergibt Plus.

„Ich geb ihnen die Erstausgabe von Nichts als die Wahrheit ,sogar mit Autogramm“, ruft Werner noch zurück, als er, Iffes und Fips durch den Gang stapfen. „Na dann war Werners Geistesblitz wohl nur von kurzer Dauer. Aber irgendwie ist er doch ganz cool“, denkt sich Yves und ist froh, doch nicht dageblieben zu sein. Nur schnell weg, bevor der Ransdorf komplett ausflippt.

Doch wohin nun?

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